Kosten kosten Rendite! Einfluss der Gesamtkostenquote auf die Fondsrendite

Das Thema Fondskosten wird innerhalb der Medien ausführlich diskutiert. Gerade die ETF-Industrie hat die Thematik für sich entdeckt: Sie preisen passive Indexprodukte an, bei denen die Zusammen-setzung der Portfolios einfach auf der Marktkapitalisierung der jeweiligen Firmen beruht, als kosten-günstige Alternative zum aktiven Fondsmanagement. Viele Investoren fürchten jedoch diese „naive“ Portfoliozusammenstellung. Sie denken noch mit Grauen an das Platzen der Technologieblase, als die großen Indizes eine hohe Gewichtung in Technologieaktien aufwiesen und man als „passiver“ Inves-tor Anfang des letzten Jahrzehnts einen beachtlichen Teil seines Vermögens verlieren konnte. Derart geprägte Investoren möchten daher Produkte kaufen, bei denen sie wissen, dass sich jemand aktiv um ihre Vermögensanlage kümmert.
Bei der Auswahl der aktiv gemanagten Produkte stehen sie allerdings vor einem Entscheidungsdi-lemma: Einerseits wissen sie, dass hohe Kosten direkt ihre Performance reduzieren. Anderseits wird häufig suggeriert, dass hohe Kosten mit hoher Managementqualität einhergehen – d.h. Fonds mit der höchsten Kostenbelastung werden angeblich auch am besten gemanagt. Mit dieser kurzen Studie versuchen wir Anlegern eine Entscheidungshilfe an di Hand zu geben, indem wir die Performance von teuren und günstigen aktiv gemanagten Fonds miteinander vergleichen. Sollten die teuren Fonds besser abschneiden, so könnten hohe Fondskosten tatsächlich eine Indikation für ein gutes Fonds-management darstellen. Ist dies nicht der Fall, so verursachen hohe Kosten lediglich eine Reduktion der zu erwartenden Rendite und sind daher zu vermeiden.

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