Überblick

Erstauflage der Strategie: 29.11.2013

  • Fokus: Defensive Value-Aktien
  • Aktien: Standardwerte oder Nebenwerte
  • Regionen: Europa, USA und mehr
  • Mindestanlage: €150.000

Details

Beschreibung

Die meisten Anleger sind risikoavers, d.h. innerhalb ihrer persönlichen Anlagepräferenzen nimmt der Risikoaspekt eine dominierende Rolle ein. Ang et al. (2006) und viele weitere Kapitalmarktforscher haben gezeigt, dass Investoren ihre Risikoaversion nicht mit geringeren Renditen „bezahlen“ müssen: Aktien mit einem geringen Risiko haben ähnlich hohe bzw. sogar höhere Renditen, als Aktien mit einem hohen Risiko. Im Zuge dieser Erkenntnisse hat sich eine Reihe von risikominimierenden Strategien etabliert, die systematisch auf risikoarme Aktien bei der Portfolioauswahl setzen.

Bislang existieren vor allem passive risikominimierende Anlagestrategien wie bspw. die S4A Bond-Like Stocks Strategie. Hauptgrund hierfür ist, dass die Generierung von Überrenditen – also von Alpha – innerhalb eines risikoarmen Universums besonderen Bedingungen unterliegt:

  1. Viele Alpha-Quellen basieren auf dem „Eingehen“ bestimmter Risiken. Eine konsequente Anwendung dieser Alpha-Quellen würde folglich zu einer Erhöhung des Portfoliorisikos führen – was den Zielen einer risikoarmen Anlagestrategie widerspricht.
  2. Einige Alpha-Quellen sind innerhalb eines risikominimierenden Anlageuniversums nicht anwendbar – so setzen z.B. eine Reihe von sentiment-basierten Alpha-Quellen auf das „Ausnutzen“ von zeitvariablen Risikoprämien.

Source For Alpha hat eine Strategie entwickelt, welche eine risikominimierende Portfolioselektion mit einer – auf die speziellen Bedingungen eines risikoarmen Aktienuniversums abgestimmten –Alpha-Generierung verknüpft. Die Portfolioauswahl der S4A Defensive Alpha Strategie beinhaltet im Wesentlichen zwei Schritte:

  1. Identifikation der risikoarmen Aktien: Innerhalb des Anlageuniversums werden eine Reihe von Risikokennzahlen, wie Volatilität, Marktsensitivität (Beta), etc. bestimmt. Alle Aktien, welche bei einem dieser Parameter eine überdurchschnittliche Ausprägung aufweisen, werden eliminiert. Als Ergebnis stuft der Identifikationsalgorithmus ungefähr ein Drittel der Werte als risikoarm ein.
  2. Risikooptimierte Alpha-Generierung: Hierbei finden nur Alphaquellen Verwendung, welche (1) innerhalb einer risikominimierenden Portfolioselektion anwendbar sind und (2) das Risiko des Portfolios nicht systematisch erhöhen.
Interview

Im Interview beantwortet Dr. Christian Funke wichtige Fragen zur Strategie:

Wieso haben Sie die S4A Defensive Alpha Strategie entwickelt?

Viele unserer Kunden bevorzugen risikoarme Anlagestrategien. Bislang existieren vor allem passive risikominimierende Anlagestrategien, da die Alpha-Generierung innerhalb eines risikoarmen Universums einer Reihe an Restriktionen unterliegt. Unsere Kunden möchten aber nicht auf die Chancen des aktiven Managements verzichten. Daher haben wir die S4A Defensive Alpha Strategie entwickelt – einen aktiven Managementansatz, welcher auf die speziellen Bedingungen eines risikoarmen Anlageuniversums zugeschnitten ist.

Sie sagten, dass die Alphagenerierung innerhalb eines risikoarmen Universums einer Reihe an Restriktionen unterliegt. Können Sie das näher erläutern?

Viele Alphaquellen basieren auf dem „Eingehen“ bestimmter Risiken. Daher würde die konsequente Anwendung dieser Alphaquellen zu einer nicht erwünschten Erhöhung des Portfoliorisikos führen. Weiterhin sind einige Alphaquellen innerhalb eines risikominimierenden Anlageuniversums schlicht nicht anwendbar. So haben bspw. mehrere Kapitalmarktforscher  – wie z.B. Baker und Wurgler (2006) – die Bedeutung des „Investor Sentiment“ für eine Reihe von Alpha-Faktoren aufgezeigt. Hierbei ist anzumerken, dass sentiment-basierte Alpha-Quellen zu einem Großteil auf dem „Ausnutzen“ von zeitvariablen Risikoprämien beruhen. In einem konstant risikoarmen Umfeld sind sie daher nur bedingt einsetzbar. […]

Weiterlesen: 

Forschung

Lesen Sie einige Artikel der empirischen Kapitalmarktforschung dazu:

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