Überblick

Erstauflage der Strategie: 02.04.2013

  • Fokus: Aktien ohne Schwächen
  • Aktien: Nebenwerte
  • Regionen: Europa, USA und mehr
  • Mindestanlage: €150.000

Details

Beschreibung

Die empirische Kapitalmarktforschung hat gezeigt, dass Kapitalmärkte negative Informationen nicht durchgehend effizient in den Aktienkursen berücksichtigen. Grund hierfür ist die Tatsache, dass jeder Investor positive Informationen „ausnutzen“ kann, indem der die Aktien kauft, während dieses „Ausnutzen“ bei negativen Informationen deutlich schwieriger ist: Bei Einsetzen des Informationsereignisses besitzt lediglich einer kleiner Teil der Anleger die Aktien, um sie direkt verkaufen zu können. Alle anderen Anleger müssen Leerverkaufspositionen eingehen, um von der Information zu profitieren.

Dies ist jedoch mit einer Vielzahl an Beschränkungen verknüpft. Zum einen existieren häufig direkte Leerverkaufsrestriktionen durch die Finanzmarktregulierung, welche das Eingehen von Short-Positionen in einer Aktie unmöglich machen. Weiterhin ist das Leerverkaufen teilweise mit erheblichen Kosten verbunden – wie z.B. umfangreich analysiert von D’Avolio (2002). Schließlich stellen große Leerverkaufspositionen aufgrund des unbegrenzten Verlustpotentials ein erhebliches Risiko dar – gerade bei volatileren Aktien. All diese Restriktionen – in der Kapitalmarktforschung unter dem Begriff „Limits of Arbitrage“ zusammengefasst – sorgen dafür, dass negative Informationen bei weitem nicht so effizient in den Aktienkursen widergespiegelt werden wie positive Informationen.

Aus der Sicht des Portfoliomanagements implizieren Limits of Arbitrage, dass Überbewertungen deutlich einfacher als Unterbewertungen auftreten können. Bezogen auf den Value-Faktor bedeutet dies, dass tiefbewertete Value-Titel nicht immer gut sind, aber hoch bewertete „Glamour“-Firmen fast immer schlecht sind. In einer umfangreichen Untersuchung hat Nagel (2005) die Bedeutung der Limits of Arbitrage für die Prognosekraft von Asset-Pricing-Faktoren aufgezeigt: Fast alle Prognosefaktoren der Finanzliteratur können negative Renditen deutlich stabiler als positive Renditen prognostizieren. Bei Teilstichproben, in denen Limits of Arbitrage besonders bindend sind, ist die Prognosekraft signifikant stärker als in der Gesamtstichprobe.

Source For Alpha hat die Implikationen der wissenschaftlichen Untersuchungen in eine investierbare Aktienstrategie überführt: Die S4A Pure Equity Strategie. Das Basisuniversum sind alle Nebenwerte der jeweiligen Anlageregion. Für dieses Universum wird zu Beginn eines jeden Jahres eine Reihe von Renditeprognosefaktoren berechnet. Sollte einer der Faktoren eine negative Rendite prognostizieren, so wird dieser Titel aus dem Portfolio eliminiert. Im Durchschnitt hat ungefähr ein Viertel des Anlageuniversums keine negative Prognose – diese Titel bilden das gereinigte Zielportfolio der „Aktien ohne Schwächen“.

Forschung

Lesen Sie einige Artikel der empirischen Kapitalmarktforschung dazu:

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