Abspaltung von Tochterunternehmen: Was die Art der Trennung für den zukünftigen Investmenterfolg bedeutet

Der Börsengang von Covestro

Source For Alpha Research Note (29.09.2015)

von Christian Funke (S4A), Julien Jensen (KJL) und Lutz Johanning (S4A)

Anfang Oktober ist es soweit: Bayer spaltet seinen Kunststoffgeschäftsbereich Covestro ab und bringt ihn als eigenständige Gesellschaft an die Börse. Viele Anleger hoffen bereits auf eine gute Kursentwicklung wie zuletzt bei der Abspaltung von Osram durch Siemens im Sommer 2013. Auch die erfolgreiche Abspaltung von Lanxess durch Bayer in 2005 ist vielen Aktionären noch in guter Erinnerung.

Doch Vorsicht: Die Kapitalmarktforschung hat gezeigt, dass der langfristige Erfolg der Tochterunternehmen entscheidend von der Art der Abspaltung abhängt. Diesbezüglich unterscheiden sich Osram und Lanxess fundamental von Covestro. Bei Osram und Lanxess erfolgte eine vollständige Abspaltung in Form einer sog. Aktiendividende, bei der jeder bestehende Aktionär neue Aktien der Tochtergesellschaft erhält und die Muttergesellschaft keinen Emissionserlös erzielt. Diese Form der Abspaltung wird in der Finanzliteratur als „Spin-off“ bezeichnet. Beim Börsengang (IPO) von Covestro handelt es sich um einen sog. „Equity Carve-out“. Hierbei verkauft der Mutterkonzern einen Teil der Tochtergesellschaft im Zuge eines IPO über die Börse und erzielt einen Emissionserlös, behält jedoch üblicherweise die Mehrheit der Aktien. Im Folgenden werden wir detailliert beschreiben, inwieweit diese beiden unterschiedlichen Arten der Abspaltung Einfluss auf den erwarteten Investmenterfolg haben.

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US-Zinserhöhung und die Aktienmärkte

Auswirkungen einer Erhöhung der US-Leitzinsen auf die weltweiten Aktienmärkte

Source For Alpha Research Note (14.09.2015)

von Christian Funke (S4A), Matthias Habbel (HP&P) und Lutz Johanning (S4A)

Seit Ende der Finanzkrise hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den weltweiten Aktienmärkten mit einem historisch niedrigen Zinsniveau nahe Null sowie drei umfangreichen Anleihekaufprogrammen („Quantitative Easing“ / QE) massiv unter die Arme gegriffen. In den vergangenen Monaten hat die Fed nach dem Ende des dritten QE-Programms nun angefangen, behutsam die Weichen für eine nahende Zinswende und damit eine Normalisierung der Geldpolitik zu stellen. Viele Experten rechnen daher damit, dass sie nach der Sitzung im Dezember den Leitzins erstmals um ein Viertel Prozent anhebt und weitere Erhöhungen schrittweise folgen sollten.

Für Investoren ergibt sich die Frage, was passiert, wenn die Zinsen in den USA erstmals seit langer Zeit wieder steigen. Viele Anleger befürchten, dass eine Straffung der Geldpolitik die Finanzmärkte im Allgemeinen und riskante Anlageklassen wie Aktien im Besonderen deutlich belasten könnte. Um zu analysieren, ob diese Angst begründet ist, haben wir die Auswirkungen der historischen Zinserhöhungszyklen in den USA auf die Finanzmärkte detailliert analysiert.

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